07/9/15

Mit Ali Neander in Wetzlar

Ein tolles Konzert haben wir am Sonntag in Wetzlar spielen dürfen. Die überaus freundliche Kritik von Siegfried Meier auf www.mittelhessen.de finde ich so schön, dass ich sie hier poste. Wir kommen gerne wieder… 

Wohlklang in der Scheune

FESTSPIELE Tilmann Höhn und Ali Neander
Tilmann Höhn & Ali Neander

Zwei begnadete Gitarristen haben ihren Spaß: Ali Neander (links) und Tilmann Höhn. (Foto: Deck)

Im Rahmen der Wetzlarer Festspiele spielten Tilmann Höhn und Ali Neander am Sonntag im ausverkauften Konzert traumhaft schöne Stücke, virtuos und gefühlvoll, und lösten in der Scheune Begeisterung aus.

Tilmann Höhn, Gitarrist der Gruppe „Hotel Bossa Nova“, eröffnete standesgemäß mit südamerikanischen Klängen und brachte die Zuhörer zum verzückten Mitwippen – und zum Staunen, denn mit dem „Looper“ schickte er seine Klänge in eine Endlosschleife, um sich damit selbst (wieder mit einer weiteren Gitarre) selbst zu begleiten – assistiert von realem Vogelgezwitscher.

Walzer und das Ende des Universums

Ali Neander & Tilmann Höhn

Ali Neander & Tilmann Höhn


Gemeinsam mit Ali Neander spielte er den Titelsong aus der gemeinsamen CD „3 wishes“. Aus der Fülle von Balladen und Walzern folgte nun „Ali’s Waltz“.

Üblicherweise stehen Walzer im Dreivierteltakt, was die Musiker aber nicht bekümmerte, im Gegenteil, sie erwähnten sogar den Wiener Walzer, der zu dieser Musik aber nur in einer athletischen Form denkbar wäre, wenn die Füße sich ebenso schnell bewegen würden wie die Finger der Musiker.

Die poetische Musik ließ viel Raum für eigene Gedanken.

Ali Neander eröffnete den zweiten Teil des Konzertes in bester „Rodgau-Monotones“-Tradition mit dem Coversong „Unter den Wolken“, auf Frankfurter Fluglärmprobleme aufmerksam machend und von den Zuhörern mitgesungen, eben was zum Mitklatschen, aber anspruchsvoll. Einige „Simple Songs“ beider Musiker folgten.

Tilmann Höhn & Mathias Krüger

Tilmann Höhn & Mathias Krüger


Das Konzert schloss mit zwei Zugaben, einmal dem „Jolly Jumper“ aus dem neuesten Album (endlich ein echter Walzer, was aber keine Erwähnung wert war) und einer witzigen Improvisation, die die Musiker mit „Das Ende des Universums, 1. Teil“ betitelten. Den spielfreudigen Akteuren würde man bei den Festspielen wieder gerne begegnen.